Man kann beim Digitalisieren von Dias beruhigt darauf hinweisen, dass es nicht nur teuer geht und dass der Verzicht auf geringeren technischen Aufwand nicht automatisch ein weniger an Bildqualität bedeutet. Als Verfahren ist denkbar: Das Dia wird in einen speziellen KB-Scanner(Kleinbild-) gesteckt, abgetastet und in eine digitale Datei umgewandelt. Spezielle Software rechnet zusätzlich typische Merkmale von Dias (Kratzer ,Fussel) weg, wobei auch mal ein Bilddetail verändert werden kann. Aus diesem Material wird die Bilder CD gebrannt.
Richtig teuer und aufwendig ist das Verfahren, wenn man ein Dia mit einem Trommelscanner bearbeiten lässt. Dazu muss jedes Dia aus dem Rahmen gelöst werden, dann wird es sehr lange und intensiv abgetastet. Es entstehen dabei riesige, schwer zu verarbeitende Datenmengen.
Dias kann man auch mittels Flachbettscannern und einer Durchlichteinheit digitalisieren. Allerdings sollte man bei diesem Verfahren nicht die Bildgröße verändern wollen. Wenn die Datenmenge klein bleibt, bleibt auch die Bildqualität erhalten. Angegebene Daten sind reine interpolierte Daten, die realen Bildauflösungen sind wesentlich geringer. Dann bleibt nur das bereits erwähnte sehr teure Trommelscannerverfahren.
Ein alternatives Verfahren zum Scannen ist das Abfotografieren von Dias mittels Duplikator, der vor die Linse einer DSLR-Kamera (Digital-single-lens-reflex-K.) gesetzt wird. Dies ist ein Aufsatz nach Art eines Makroobjektivs, der speziell für das Aufnehmen von Dias vorgesehen ist. Solche Dia-Duplikatoren gibt es als kompakte Vorsätze für Spiegelreflexkameras zu Preisen zwischen 80 € und 100 € und haben ein 52mm Anschlussgewinde.
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Diasgerät Photo by Vic Lic via Flickr
Der Hauptmarkt für derartige Objektive sind die Online Shops. Im örtlichen Fachhandel sind sie wegen geringer Nachfrage selten zu bekommen. Solche Dia-Duplikatoren sind besonders seit der Digitalisierung der Kameratechnik gefragt, denn die herkömmliche Kleinbildtechnik, die zur Präsentation einen aufwendigen Aufbau benötigt (Dia Projektor, Leinwand, zuvor Rahmung der Dias) wird als nicht mehr zeitgemäß empfunden.
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Dia-Duplikatoren kann man auch kostengünstig mit Baumarktutensilien selber bauen. Wie das funktioniert erläutert folgende, allerdings zum Download kostenpflichtige, Internetseite: http://www.heise.de/kiosk/archiv/ct/2003/12/148.
Es kommt bei der Reproduktionstechnik auch auf die Leistungsfähigkeit der Kamera an. Man benötigt nicht unbedingt eine digitale Spiegelreflexkamera, dennoch sollte die Digitalkamera in Abhängigkeit von der geplanten Bildgröße einige Leistungsmerkmale aufweisen. So kann ein Bild in der Größe 13×18 bereits von einer 3 Megapixel Kamera mit 300dpi gut abfotografiert werden. Will man dagegen ein Bildformat in der Größe Din A 4 haben, sollte die Kamera über 6 Millionen Bildpunkte (6 Megapixel) verfügen.
Schafft man sich diese Kamera neu an, sollte man darauf achten, dass sie ein gutes Tele- und Makroobjektiv hat, das wenig verzeichnet oder vignettiert. Obendrein sollte es eine Brennweite von 100mm haben und der Mindestabstand zwischen Kamera und Objekt sollte so gering wie möglich sein. Dieser Wert ergibt sich aus der Linsengleichung: z.B. dürfen bei einem digitalen Zoom von 28,8 für eine 1:1 Abbildung nur 15,9 cm Abstand zwischen Kamera und Objekt sein. Gibt die Kamera aber 20 cm vor, werden Randbereiche und Auflösung verschenkt.
Diascanner Photo by telmo32 via Flickr
Da es bei herkömmlichen Digitalkameras keine Wechselobjektive gibt (die gibt es erst bei den wesentlich teureren digitalen Spiegelreflexkameras) sollte man darauf achten, dass man die Kamera mit Filtergewinde, Nahlinse und Telekonverter aufrüsten kann. Nur so lassen sich oben beschrieben Schwächen beim Dias digitalisieren gering halten.
Nicht kompatibel ist das Format der CCDs (Charge-coupled Device)- Photosensoreinrichtungen (3:4) mit dem Kleinbildformat der Dias (2:3). Man muss folglich eine Entscheidung treffen. Schneidet man die seitlichen Ränder ab oder lässt oben und unten einen schwarzen Rand stehen, den man später mit Software bearbeitet.